Ariane Mollenhauer Praxis für Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Herzlich Willkommen

Liebe Patienten und Klienten,
als Teil des Gesundheitsystems ist meine Praxis zur Zeit ganz normal geöffnet.

In der aktuellen Situation biete ich - auf Wunsch - zusätzlich Skype- oder Telefontermine an. Dies gilt auch für Neuanfragen. Bitte sprechen Sie mich ohne Hemmungen direkt darauf an. Meine Praxisräume desinfiziere ich regelmäßig, die Stühle und Türgriffe zwischen jedem Termin. Gerade in dieser - für uns alle - neuen Situation möchte ich Ihnen bei Seite stehen.


Beraterische und therapeutische Arbeit sehe ich als eine Chance, das Leben und dessen Inhalte zu überprüfen, um durch neu gewonnene Erkenntnisse mit mehr Zufriedenheit sowie Erfolg in die Zukunft zu gehen.


Auf meiner Homepage möchte ich Ihnen ein Spektrum meiner Tätigkeit als Psychotherapeutin nach dem Heilpraktikergesetz sowie als psychologische Beraterin und Coach vorstellen.

Mitgliedsnummer:16112


Obwohl auch ich in meiner Praxis in Stuttgart an den Grenzen der Auslastung angekommen bin, kann ich als reine Privatpraxis in der Terminvergabe flexibler sein als eine Praxis mit Kassenzulassung.

Das bedeutet für Sie:

  • Neuanfragen kann ich in Krisensituationen einen Ersttermin ohne lange Wartezeit anbieten.
  • Meinen Patienten verspreche ich in Krisen einen kurzfristigen Termin.
  • Es erfolgt keine Weitergabe von Daten an einen Krankenversicherungsträger.
  • Da ich nur Termine auf Vereinbarung anbiete, gibt es fast keine Wartezeiten in meiner Praxis.

Selbstverständlich ist meine Praxis barrierefrei.


Ich freue mich von Ihnen zu hören
Ihre Ariane Mollenhauer


Aktuelles

Nie (den Kopf) abschalten macht krank

Ständiges Leistungsstreben macht uns auf Dauer krank. Was als Begeisterung für den – neuen – Job beginnt, führt im schlimmsten Fall direkt in einen Burn-out. Lassen sie es nicht so weit kommen. Immer häufiger veröffentlichen unsere Krankenkassen eigene Studien (DAK Psychoreport 2019) über die Zunahme von Erkrankungen psychischer Art auf Grund von anhaltender Überforderung. Diese Studien kann ich aus meiner täglichen Praxis nur bestätigen. Wen wundert das, wenn wir betrachten, was sich in unserem täglichen Alltag so abspielt.

Wir sind:

  • Immer online
  • Immer mobil erreichbar
  • Immer verfügbar
  • Immer „im Job“
  • Immer in sozialen Netzwerken unterwegs
  • Immer unter Strom

Dieser ständige Multitasking-Modus führt dazu, dass irgendwann „die Luft raus ist“.
Doch formulieren wir diese ständige Überforderung und die daraus resultierenden Sorgen und Ängste vor unseren Auftraggebern, Vorgesetzten, oder Chefs? Nein, wir machen es nicht, denn wir denken, das würde uns als Schwäche oder Unfähigkeit ausgelegt werden. Also formulieren wir uns selber die Antwort vom Chef: “Stell Dich nicht so an, dass bekommst Du locker hin“: Machen sie so weiter, dann sind sie auf dem sicheren Weg in einen Burn-out.
Nach dem deutsch-amerikanischen Psychoanalytiker Herbert Freudenberger wird der Weg in den Burn-out in 12 Stufen beschritten:

  1. Der Zwang sich zu beweisen
    • Hohe Begeisterungsfähigkeit
    • Hohe Erwartungen an sich selber
    • Zurückstellen eigener Bedürfnisse zugunsten der Arbeit
  2. Verstärkter Einsatz
    • Gefühl der Unentbehrlichkeit
    • Überhöhte Bereitschaft zur Übernahme von neuen Aufgaben / Projekten
    • (Unbezahlte) Überstunden und voller Einsatz am Wochenende
  3. Vernachlässigung eigener Bedürfnisse
    • Hilfe durch Kaffee, Zigaretten und Tabletten
    • Schlafstörungen
    • Unterdrückung der Grundbedürfnisse
  4. Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen
    • Aufgabe von privaten Verabredungen / Hobbys
    • Verdrängung von Fehlern, Unpünktlichkeit
    • Vernachlässigung von Freunden
  5. Umdeutung von Werten
    • Einstellung von privaten Kontakten, die als belastend gewertet werden
    • Probleme in der Partnerschaft
    • Abstumpfung
  6. Verstärkte Verleugnung aufgetretener Probleme
    • Fehlzeiten
    • Verspäteter Arbeitsbeginn / verfrühter Arbeitsschluss
    • Mangelnde Anerkennung, innere Kündigung
  7. Rückzug
    • Ohnmachtsgefühl, Hoffnungslosigkeit
    • Kompensation durch Essen, Drogen, Sucht oder Sex
    • Psychosomatische Auffälligkeiten wie Gewichtsveränderung, Herzklopfen oder Bluthochdruck
  8. Deutliche Verhaltensänderung
    • Selbstmitleid und Aggression
    • Verringerter Einsatz, Dienst nach Vorschrift
    • Verflachung des sozialen Miteinanders
  9. Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit
    • Gefühl des Tot seins
    • Abgestumpftes, mechanisches Funktionieren
    • Psychosomatische Erkrankungen
  10. Innere Leere
    • Panikattacken und Angst vor Menschen
    • Einsamkeit, negative Gedanken
    • Exzessive Kompensation durch Fressattacken, Kaufrausch oder Pornografie
  11. Depression und Erschöpfung
    • Hoffnungslosigkeit
    • Verlangen nach Dauerschlaf
    • Selbsttötungsgedanken
  12. Völlige Burn-out Erschöpfung
    • Vollständige körperliche und emotionale Erschöpfung
    • Ausfall des Immunsystems
    • Selbsttötungsabsicht

In den Stufen 1-5 habe sie die Chance, den Weg in den Burn-out noch selber zu beenden, indem sie sich der Situationen bewusst werden und selbst angemessen handeln. Danach wird eine Unterbrechung ohne Intervention von außen immer schwieriger. Auch wenn nicht jeder auf dem Weg zum Burn-out alle diese Stufen exakt beschreitet, erkennen sie diese und lassen sie es nicht dazu kommen!

Doch wie kommen sie aus diesem Teufelskreis heraus?
Die eine Notwendigkeit ist, dass sich Unternehmen offen zeigen müssen für die Bedürfnisse und Sorgen ihrer Mitarbeiter. Die Mitarbeiter müssen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen. Das erreichen sie durch einen Führungsstil, der alle mit einbezieht und alle hört. Durch eine hohe Kommunikationsqualität und indem die Vorgesetzten die Regeln, Werte sowie Unternehmensphilosophie vorleben wird dies erreicht. Diesen „transformationalen Führungsansatz“ erarbeite ich mit meine Klienten in meinen Coachings. Die andere Notwendigkeit ist, dass der betroffene Mitarbeiter die Hand hebt. Sie müssen sich melden und reden, wenn etwas an ihrem Arbeitsplatz nicht (mehr) rund läuft. Nur wenn ihr Vorgesetzter von ihnen davon erfährt, kann er – im besten Fall gemeinsam mit ihnen – den Arbeitsplatz oder die Aufgabenverteilung so umgestalten, dass für alle ein Mehrwert entsteht (Changemanagement bottom-up). Gleichzeitig haben sie die Verpflichtung für sich selber zu sorgen. Schalten sie nach der Arbeit einfach mal den Kopf ab und kümmern sie sich um ihre Belange, nehmen sie sich Zeit für sich, leben sie einen gesunden Egoismus und pflegen sie ihre Partnerschaft sowie ihr privates Umfeld. Das nennt man Selbstfürsorge. Schalten sie den Kopf ab und lassen sie (offline) die Seele baumeln. Sich dauerhaft hinter der Fassade „Stell Dich nicht so an, dass bekommst Du locker hin“ zu verstecken macht krank und führt in den Burn-out.

Interessanterweise fördert Abschalten zusätzlich die Kreativität und Effizienz. In diesem Moment wird das sogenannte Default Mode Network (DMN; Ramirez, 2015) im Gehirn aktiviert. Es legt Informationen im Langzeitgedächtnis ab, wirft nicht benötigte „Daten“ über Bord und stellt neue neuronale Verbindungen her. Jeder kennt das kreative Potenzial, das in Momenten des ziellosen Denkens, Tagträumens und Abschweifens liegt. Dahinter stecken genau diese Gehirnregionen.
Wenn sie es nicht alleine hinbekommen, suchen sie sich kompetente Hilfe. In meiner Praxis habe ich täglich Anfragen danach und kann kompetent weiterhelfen.

Nehmen sie die Symptome ernst. Ein Coaching macht mehr Spaß, als ein Burn-out!

Ihre Ariane Mollenhauer